Strahlemann-Stiftung erhält den Zuschlag zum Förderprojekt „Stärkung der außerschulischen Berufsorientierung“

Am 1. November fand das Pressegespräch zum neuen Projekt „Stärkung der außerschulischen Berufsorientierung“ bei der Strahlemann-Stiftung in Heppenheim statt. Die Wirtschaftsförderung Bergstraße unterstützt das Projekt bei der Fördermittel-Akquise.

Schüler:innen in der Bergstraße Zukunftsperspektiven eröffnen

In Zeiten von Wechselunterricht und Homeschooling, während Schulen angehalten wurden, geltende Corona-Regelungen angemessen umzusetzen, ist das Thema Berufsorientierung an vielen Bildungseinrichtungen komplett untergegangen. Die Pandemie hat gezeigt, dass insbesondere sozial schwächere Schüler:innen weniger Chancen hatten, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen.

Berufsorientierung kann heute nur im starken Bildungsnetzwerk umgesetzt werden

Die Heppenheimer Strahlemann-Stiftung hat sich mit ihrem neuen Projekt „Stärkung der außerschulischen Berufsorientierung“ genau diesem Problem angenommen und vernetzt über hybride Veranstaltungen Schulen und Betriebe miteinander. „Wir können nicht zulassen, dass Kinder keine Perspektive haben. Wir als Gesellschaft sind dafür verantwortlich, dass den nachfolgenden Generationen Chancen und Zukunftsperspektiven geboten werden,“ meinte Franz-Josef Fischer, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der Strahlemann-Stiftung bei der Vorstellung des neuen Projekts.

„Wir müssen dem Fachkräftemangel aktiv etwas entgegensetzen!“

„Viele haben in Coronazeiten den Bildungsweg über die weiterführende Schule gewählt, weil sie nicht wussten, was sie sonst tun sollten“, ergänzte Karin Weißhaar, Beauftragte für Chancengleichheit für die hessenweite Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule und Beruf (OloV). Darum konnte die Strahlemann-Stiftung mit diesem brisanten Thema auch die Wirtschaftsförderung Bergstraße als Projektunterstützer gewinnen: „Wenn wir dem Fachkräftemangel an der Bergstraße etwas entgegensetzen wollen, dann geht das nur mit gebündelten Kräften aus Wirtschaft und Bildung. Wir alle wollen unsere Kinder und die nachfolgende Generation unterstützen und weiterbringen. Und im Leben geht es nicht um Schulnoten. Es geht um Fähigkeiten und Talente. Genau darum unterstützen wir dieses Projekt, weil wir glauben, dass es wichtig ist, dass es so Organisationen gibt, wie die Strahlemann-Stiftung,“ erzählte uns Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße.
Vom hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen wird das neue Projekt mit 96 000 Euro Fördermitteln aus dem Neuen Hessenplan für Hessens Wirtschaft gefördert. Die Wirtschaftsförderung Bergstraße unterstützte die Stiftung beim Antrag der Fördergelder und wird diese auch bei der Suche nach Unternehmen unterstützen.

Drei Schulen im Kreis Bergstraße machen den Anfang

Das neue Projekt wird in der Heinrich-Böll-Schule in Fürth, in der Mittelpunktschule Gadernheim in Lautertal und in der Martin-Buber-Schule in Heppenheim umgesetzt. In verschiedenen Modulen sollen Unternehmen und Schüler:innen zusammengebracht werden: Schüler:innen können in virtuellen Rundgängen durch das Unternehmen oder in Interviews mit den Ausbildungsbetrieben Ausbildungsberufe besser kennenlernen.

Für jeweils 15 Schüler:innen des Abschlussjahrgangs wird es außerdem die Möglichkeit geben, an Einzelcoaching teilzunehmen, über die sie ihre Interessen und verborgenen Talente besser reflektieren können. Auch die Eltern werden in das Projekt miteingebunden werden, so dass die Abschlussklassen verschiedene Karrierewege und Berufsbilder kennenlernen können.

„Wichtig ist, dass Schüler:innen Ihre Chance erkennen. Es wäre toll, wenn von den 45 Einzelcoachings 90 Prozent der Teilnehmer:innen sagen würden: Es hat mir geholfen und ich haben eine gute Anstellung bei einem Ausbildungsbetrieb bekommen“, findet Franz-Josef Fischer.

Dringend unterstützende Unternehmen gesucht

Deutschlandweit ist der Fachkräftemangel ein akutes Thema, das trifft auch die Bergsträßer Unternehmen. Um diese Lücke zu schließen, müssen alle an einem Strang ziehen! Daum laufen die Vorbereitungen zum Projektstart bereits an. Teilnehmende und engagierte Ausbildungsbetriebe werden dringend gesucht! Wichtig ist, dass sich die Unternehmen für das Projekt begeistern, die nicht ausschließlich auf die Noten der Schüler:innen achten, sondern auch bereit sind, sich den Menschen mit seinen Talenten und Intressen anzuschauen.

Jetzt hier anmelden zur digitalen Projektvorstellung:

Für interessierte Betriebe gibt es

am Montag, den 22. November, um 15 Uhr

eine digitale Projektvorstellung.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Miriam Flackus
06252 670 960-29
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