Die Talent Company an der Paul-Weber-Schule in Homburg ist eingeweiht

Der neue Fachraum für Berufsorientierung kann nun genutzt werden – die Eröffnungsfeier wurde verschoben

Bis vor wenigen Tagen war die Eröffnung der Strahlemann Talent Company an der Paul-Weber-Schule – Berufsbildungszentrum des Saarpfalz-Kreises in Homburg für Montagabend, den 02. November im kleinen Rahmen vorgesehen. Dann kamen jedoch die neuen Corona-Regeln, was die Absage der Feierlichkeiten zur Folge hatte. Die Kinder und Jugendlichen profitieren dennoch, denn ihnen steht ab sofort ein Fachraum für Berufsorientierung zur Verfügung, der zu einem erfolgreichen Start ins Berufsleben beitragen soll.

„Bereits bestehende Berufsorientierungsmaßnahmen werden in der Talent Company zukünftig gebündelt und erweitert“, berichtet Andreas Hofer, Projektverantwortlicher der Strahlemann-Stiftung. Neben dem Raum als solchen sieht das Konzept des Projekts vor, Schüler:innen und regionale Ausbildungsbetriebe frühzeitig zusammenzubringen. „Jugendliche setzten sich oftmals erst nach dem Schulabschluss konkret mit ihren Berufswünschen auseinander, manche sind mitunter auch von schlechten Noten demotiviert. Unternehmen auf der anderen Seite, insbesondere aus dem handwerklichen Bereich, klagen über den Fachkräftemangel. Wir müssen alle beteiligten Akteure frühzeitig zusammenbringen. Ziel ist es, eine praxisorientierte Berufsorientierung zu schaffen, die den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht wird. Die  nachhaltige, notenunabhängige Begegnung in der Talent Company schafft Begeisterung für Berufe, gibt Ziele und ist eine Win-Win-Situation für Schüler:innen und Unternehmen“, ergänzt Franz-Josef Fischer, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der Strahlemann-Stiftung.

Schulleiter Hans-Jörg Opp ist trotz abgesagter Eröffnungsfeier guter Dinge, denn er weiß um den Mehrwert des Raumes: „Endlich ist es soweit. Die Talent Company öffnet ihre Türen und ermöglicht dem BBZ Homburg alle an der Berufsorientierung beteiligten Institutionen (Unternehmen, Sozialpädagogischer Fachdienst, Agentur für Arbeit, Zubringerschulen, u. a.) konzeptionell miteinander zu verknüpfen. Der Raum wird somit für die Schüler:innen ein Ort, in dem sie die Ausbildung oder den Beruf finden, der am besten zu ihnen passt.”

Landrat Dr. Theophil Gallo, der gemeinsam mit Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes, die Schirmherrschaft übernimmt, lobt das Projekt ebenfalls: „Nach unserer Gemeinschaftsschule in Rohrbach geht die Talent Company nun am Berufsbildungszentrum in Homburg an den Start. Gemeinsam mit den Förderern aus Schule und Wirtschaft wird Jugendlichen die Chance gegeben, eigene Talente und Fähigkeiten für ihre Berufswahl zu entdecken, um eine gute Entscheidung für ihre berufliche Zukunft treffen. Die passende Berufswahl ist einer der Bausteine für die berufliche Zukunft. Als Schulträger freuen wir uns über die Kooperation“. Ministerin Streichert-Clivot fügt dem hinzu: „Mit dem Projekt bekommen die Schüler:innen nicht nur Raum im Sinne von Freiheit zum Entdecken ihrer Fähigkeiten. Das Berufsbildungszentrum schafft für die Jugendlichen tatsächlich einen Raum, um die eigenen Stärken und Talente besser kennen zu lernen. Das ist wichtig für eine frühe Auseinandersetzung mit dem Schlüsselthema Berufswahl.”

Ein Projekt wie die Talent Company bedarf starker und weitsichtiger Partner aus der Wirtschaft und dem sozialen Bereich, die bereit sind, in die Zukunft der Jugendlichen und damit in den Nachwuchs von morgen zu investieren.

Förderer sind die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland, f-tronic GmbH, Burgard Ausbau und Fassade, Schaeffler Technologies, Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz eG, RRC, Kreissparkasse Homburg, Robert Bosch GmbH und Dr. Theis Naturwaren GmbH. Außerdem steuerte der Schulverein auch 5.000 Euro in Sachmitteln bei.

Für Achim S. Dawedeit, den Geschäftsführer der f-tronic GmbH ist insbesondere der mit dem Fachraum verbundene Digitalisierungsprozess wichtig: „Ohne Digitalisierung keine Zukunft!“, wie er sagt. Die Corona-Krise zeigt für die f-tronic GmbH, dass Digitalisierung heute ein Muss in der Gesellschaft und in Unternehmen ist. Sie selbst ist schon seit zwei Jahren auf dem Weg zur 360 Grad Digitalisierung und unterstützt aus diesem Grund die digitale Ausstattung von Schulen, denn Digitalisierung findet im Kopf statt und kann nicht früh genug trainiert werden.